Studieren an der SAE?
Sarah Linder

How legends are made

Wie bleibt man motiviert?
Welche Methoden braucht es um an der Spitze bleiben zu können?
Wieviel ist man bereit für seine Ziele zu geben?

How Legends are made
PROJEKTINFOS
Semester (Modul):
1. Modul
Fachbereich:
Content Creation & Online Marketing
Mitwirkende:
Models: Timo Belfiore, Gioia Girardet & Ursina Dubs

In den Medien findet man fast nur Berichte über die Erfolge oder Niederlagen, die ein Sportler feiert oder eben nicht. Dieser Bericht hingegen zeigt das Ganze hinter den Kulissen, unter anderem auch von dem Eishockeyprofi Timo Belfiore, was er alles auf sich nimmt, um seine Ziele zu erreichen.
Timo Belfiore, ein ambitionierter und zielstrebiger Eishockeyspieler, weiss was es bedeutet, bei den Profis mithalten zu können. Der 22-jährige Athlet spielt seit seinem 3. Lebensjahr leidenschaftlich Eishockey. Mit 13 Jahren begann seine Karriere mit den bisherig grössten Erfolgen: Teilnahme bei den U14, U15, U16 und U18 Weltmeisterschaften. Mit knappen 19 Jahren hatte Timo auch schon sein erstes National League (früher Nati A) Spiel mit dem Sportclub Rapperswil-Jona. Doch wie bleibt man motiviert? Welche Methoden braucht es um an der Spitze bleiben zu können? Wieviel ist man bereit für seine Ziele zu geben?

Eishockey aus leidenschaft

Eishockey ist eine extrem harte sowie anspruchsvolle Sportart. Dies erfordert viel Disziplin, Ausdauer, einen geregelten Trainingsplan und eine ausgewogene, speziell abgestimmte Ernährungsweise, damit die Athleten zahlreiche Fertigkeiten auf höchster Leistungsfähigkeit zum richtigen Moment abrufen können „Eishockeyspieler absolvieren daher ein ausgefeiltes Trainingsprogramm, das alle relevanten Trainingsbereiche berücksichtigt und dabei auf den individuellen Leistungsstand der einzelnen Spieler abgestimmt ist (“Trainingsplan für Eishockeyspieler,” 2015). Auch Timo besitzt einen Trainingsplan, der ihm genau aufzeigt, wann er was zu trainieren hat.

Im Eishockeysport stehen die Spieler ständig unter Druck sowie Beobachtung. Eine schwache Leistung oder ein verletzungsbedingter Ausfall muss vermieden werde, denn dies kann schnell das Ende der Karriere bedeuten. Im Folgenden ein Beispiel von Timo, wie hart es in dieser Sportart sein kann: Nach Beendigung seiner letzten Saison als Junior-Spieler, ging es für Timo um den definitiven Einzug in die National League, höchste Liga der Schweiz. Timo wurde einen Platz im Team der Nati A beim Sportclub Rapperswil-Jona versprochen, da er in seinem letzten Junioren Jahr sein Können definitiv unter Beweis gestellt hat. Der Traum in der National League zu spielen war zum Greifen nah, das einzige was noch fehlte war der schriftliche Vertrag. Doch plötzlich lief alles anders als erwartet! Es gab einen Trainerwechsel und damit auch beim ganzen Team. Der neue Trainer wollte auf gar keinen Fall auf die jungen, hoch motivierten Spieler, wie Timo, setzen und nahm stattdessen erfahrene und ältere Spieler ins Team auf. Doch Timo gab nicht auf und konnte den ganzen Sommer lang mit dem Swiss League Team HC Olten mittrainieren. Auch die waren begeistert von Timo, konnten ihm aber leider keinen Platz im Team anbieten, da sie schon voll waren. Also haben sie Timo ihn in ihr Förderteam EHC Seewen gesteckt, welches in der MySports League ist. Dort konnte er die erste Hälfte der Saison auch erfolgreich spielen. Doch auch da kam leider kein schriftlicher Vertrag zustande, da Timo ein zu guter und zu teurer Spieler sei, und sie ihn sich nicht leisten konnten. Timos Motivation zum Sport war in diesem Moment nicht mehr gross und die Enttäuschung war riesig! Doch Timo liess sich nicht unterkriegen und konnte schlussendlich den Rest der Saison in der 2. Liga Mannschaft EVDN beenden und sorgte dafür, dass sein Körper und sein mentaler Verstand in Form blieben. Mit Erfolg! Timo schoss sein Team bis in das Playoff Halbfinal.
Nun hiess es für Timo trotz all den vielen Versprechungen und mündlichen Zusagen immer schön am Ball zu bleiben und seinen Körper fit zu behalten. Die vielen zusätzlichen Trainings, die Timo für sich selbst absolvierte, und was er über seinen Körper und sein Essverhalten lernen konnte, haben sich ausbezahlt. Aktuell ist er wieder in der engeren Auswahl für das Nati A Team der SCRJ und konnte sich auch schon bei einem deutschen Hockeyclub, welcher in der zweit höchsten Liga Deutschlands spielt, einen Plan B sichern.

das harte training hinter dem erfolg

Laufbandtraining-2_TB-1
Stabilisationstraining_TB

Bereits in jungen Jahren sind Verletzungen und Schmerzen ein alltäglicher Begleiter eines Eishockeyspielers. Trainer/innen spielen dabei eine sehr grosse und wichtige Rolle. Sie bringen den Spielern schon in jungen Jahren bei, dass auch unter Schmerzen weitertrainiert und Eishockey gespielt werden kann.

„Zu den wesentlichen Trainingsinhalten gehören neben einem eishockeyspezifischen Krafttraining auch Konditions- und Koordinationstraining (“Trainingsplan für Eishockeyspieler,” 2015). Um dies zu erreichen, müssen die Athleten alle notwendigen Techniken und taktischen Spielzüge, erlernen und antrainieren. Schnelligkeit und Flexibilität sind dabei Grundvoraussetzungen. Für ein erfolgreiches Training, müssen die Eishockeyathleten vorher ein Vorbereitungstraining durchführen. Dieses besteht aus einem leichten Aufwärmtraining mit einfachen gymnastische Übungen, welche zur Dehnung der Muskulatur dienen.
Das Aufwärmtraining mindert die Verletzungsgefahr und wirkt sich leistungssteigernd auf das gesamte Training aus.

Die offizielle Saison des Eishockeysportes dauert etwa von September bis April. Bevor die Saison
aber beginnt, läuft die Vorbereitungszeit, damit die Spieler zu Saisonbeginn in Höchstform sind. In der sogenannten Sommerpause findet meist kein offizielles Training statt. Doch dies bedeutet nicht, dass der Sportler nichts mehr für seine Fitness tun soll! «Um ganz an der Spitze dabei sein zu können, muss man immer mehr machen, als andere Athleten.», erklärt Timo. Er trainiert nebst seinem Sommertraining zusätzlich vier Mal in der Woche sein eigenes entwickelte Trainingsprogramm. Dennoch gehört auch eine Regenerationspause dazu und ist auch wichtig, damit der Körper sich von den Strapazen erholen und neue Energie tanken kann.

die regeneration

Bei einer Regeneration gibt man dem Körper die Möglichkeit zur Selbstheilung, denn durch intensive Trainingseinheiten entstehen mikroskopische Verletzungen an den Muskeln sowie Sehnen. Mikroskopische Verletzungen sind zum Beispiel ein Muskelfaserriss oder eine Muskelzerrung. Durch die Regeneration gibt der Sportler dem Körper Zeit, komplett erholt in die Trainings wieder einzusteigen und mit den neuen Anforderungen zu wachsen. Dabei spielt das Mass an Regeneration eine grosse Rolle. Zu wenige oder zu viele Regenerationsphasen, können zu einer Überforderung und/oder Behinderung des eigenen Körpers führen. Die Folge davon sind erhöhte Risiken an Verletzungen, eine Schwächung des Immunsystems, Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit. Im schlimmsten Fall kann dies sogar zu einem Burnout führen, oder es wird physiotherapeutische Hilfe benötigt, um den Aufbau korrekt hinzukriegen.

Nach einem harten Training gilt es eine Regenerationsphase von 48-72 Stunden
einzuhalten.

Motivation und Ehrgeiz ist ein wichtiger Teil des Erfolges

«Als aktive Sportler sind Eishockeyspieler gefährdet, in eine typische psychologische Falle zu treten. Denn wer Sport treibt, zeichnet sich durch eine aktive Lebensweise aus.» (Eishockey-Magazin, 2018). Die Athleten spornen sich und ihre Mitspieler zu Höchstleistungen an.

Talent alleine reicht im Spitzensport nicht aus, man benötigt überdies viel Ehrgeiz. Motivation ist ein grosser und wichtiger Teil im Eishockey, besonders in schwierigen Situationen, denn es gibt nicht nur viele Athleten in dieser Sportart, sondern auch viele gute Athleten. Immer ein Ziel vor Augen haben, ist sehr relevant und hält die Motivation aufrecht. Dies hat Timo dazu gebracht, nie aufzugeben, auch wenn es manchmal gerade so
aussieht als wäre der sportliche Weg zu Ende.
Ein grosser Aspekt die Motivation beizubehalten, ist das Treffen seines Idols. Videos von seinen Idolen anzuschauen, ist ebenfalls sehr fördernd, laut Timo.
Eine weitere riesige Motivation, ist der Zeitpunkt, wenn das Eistraining wieder anfängt, und die Sportler ihre Fähigkeiten erneut unter Beweis stellen können. Die ersten Siege sind weitere Gründe für einen motivierten Athleten. Ein Wechsel des Sportvereins, eine Vertragsverlängerung oder ein Aufstieg in eine höhere Liga sind
ebenfalls Ansporn. Aber die grösste Motivation, durch die der Eishockeyspieler angetrieben wird, sind seine Fans. Ohne Fans ist dieser Sport nicht dasselbe!

die rückennummer

Jeder Eishockeyathlet trägt seine eigene Nummer auf dem Rücken. Dies ist eine Art Erkennungsmerkmal für sich selber, aber auch für seine Fans. Am Anfang der Saison, darf jeder Spieler seine Rückennummer selbst auswählen. Hier spielt ein bisschen der Aberglaube mit. Doch müssen auch gewisse Regeln beachtet werden:
Keine Nummer darf intern zweimal vergeben werden, das heisst, «der Schnellere ist der Geschwindere». Die Rückennummer der Spieler dürfen zwischen 1-98 frei ausgewählt werden. Die Nummer 99 wird aus Respekt zu dem ehemaligen Spitzensportler Wayne Gretzkys nicht getragen.
Timos Nummer ist die 9. Er trägt sie aus Respekt zu seinem Onkel, welcher in der NHL als Nummer 9 gespielt hatte.

wahre legends

Der Weg eines Spitzensportlers bis zu seinem Ziel, ist alles andere als ein leichter. Dieser Weg besteht aus vielen harten Trainings, Rückschlägen, Verletzungen, Niederlagen, Entbehrungen, Leiden und anderen Strapazen. Nur mit einer gewissen Beharrlichkeit, Talent, Ehrgeiz, gezielten Trainings mit Regenerationsphasen, Ernährungsplänen, einer hohen Eigenmotivation und guten Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis ist es dem Spitzenathleten möglich, die für Aussenstehende so leicht aussehenden sportlichen Leistungen zu erbringen. Fans sind die grösste Antriebskraft, durch die der Eishockeyspieler seine Spitzenleistungen erbringen kann. Es ist jedoch ein langer und steiniger Weg bis ein Spitzensportler zum richtigen Zeitpunkt seine Höchstleistung abrufen kann. Dann aber überwiegt der Triumph und das Adrenalin die ganzen Strapazen, und viele negative Erfahrungen und/oder Begleiterscheinungen scheinen wie vergessen zu sein. Dies zeichnet die wahren Legends aus.

Der Autor
Die Autorin

Studiert seit März 2022 am SAE Institut Content Creation & Online Marketing.
Das Zusammenspiel von Sport und Kreativität zeichnet Sarah aus, denn sie selbst ist leidenschaftliche Spitzensportlerin im Bereich Voltigieren. Voltige ist Kunstturnen auf dem galoppierendem Pferd, was auch viel Kreativität benötigt, da sie die Musik selbst auswählt und ihr Programm mit ein bisschen Hilfe fast selbst kreiert. Sie übt diese Sportart schon seit sie 4 Jahre alt ist, aus. Sarah konnte auch schon diverse Erfolge feiern wie 2x Schweizermeisterin sowie Teilnahme an Europa- & Weltmeisterschaften.

Ähnliche
Projekte